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Nyung Nä Retreat

Praxis von Avalokiteshvara

Chenrezig

© Bild: Peter Iseli

"Bei Retreatumgebungen geht es allein darum, den Geist zu bändigen und den Lamrim zu verwirklichen, bis hin zu Erleuchtung. Es ist ein Ort, um Urlaub von negativem Karma zu machen, Urlaub von den drei Geistesgiften und dem egoistischen Gedanken [...]."

- Lama Zopa Rinpoche 

Über die Praxis

Nyung Näs sind eine Praxis von Avalokiteshvara, dem Buddha des Mitgefühls, zur kraftvollen Reinigung von negativem Karma und dem Aufbau von Verdiensten. Sie selbst nur einmal auszuführen ist so wirksam wie drei Monate Reinigungspraxis. Lama Yeshe nannte sie eine ideale Praxis für unsere beschäftigte Lebensweise, weil sie sofort Ergebnisse bringt. Die Nyung Nä Praxis ist eine ideale Methode für die Entwicklung von großem Mitgefühl und der Einsicht in die Existenzweise aller Dinge. Sie ist außerdem sehr kraftvoll für die Heilung von Krankheiten und der Reinigung karmischer Hindernisse.

Avalokiteshvara bedeutet in etwa 'Derjenige der die Welten mit Mitgefühl betrachtet'. In seiner definitiven Bedeutung ist Avalokiteshvara das große Mitgefühl aller Buddhas. Die Nyung Nä Praxis hat ihren Ursprung mit Bhikshuni Lakshmi, einer Buddhistischen vollordinierten Nonne, die ungefähr im 10. oder 11. Jahrhundert lebte, und eine große Yogini der Chenresig Linie war. Als sie mit der Chenresig Praxis anfing, hatte sie Lepra. Und am Ende, nachdem sie volle Erleuchtung erreicht hatte, sah ihr Körper so strahlend und vollendet aus, dass die Schüler bezweifelten, ob sie wohl noch eine Nonne sei. Daraufhin manifestierte sie öffentlich übernatürliche Fähigkeiten und Wundertaten, die zeigten, dass sie erleuchtet war und wodurch sich der Glaube der Schüler verfestigte. Sie wurde bekannt als die hochrealisierte Bhikshuni Lakshmi, die ihren Geist von allen Verdunkelungen befreit, und alle Qualitäten voll entwickelt hatte.

Der Autor des spezifischen Nyung Nä Textes, den wir benutzen, war der Siebte Dalai Lama Losang Kelsang Gyatso, der wie alle Dalai Lamas als menschliche Manifestierung von Avalokiteshvara gesehen wird. In der FPMT hat Nyung Nä einen speziellen Platz, da Lama Zopa Rinpoche in Lawaudo mit den Einwohnern dort Nyung Nä praktizierte und diese Praxis dann auch in der FPMT einführte.

Alle Nutzen der Praxis, ausgenommen des letztendlichen Nutzens von Erleuchtung, aufzuführen dauert viel zu lange, aber hier sind ein paar Beispiele:

Ehrw. Dagri Rinpoche: Es gibt viele reine Bereiche, wie zum Beispiel die 35 reinen Lebensbereiche der 35 Bekenntnis-Buddhas aus der Bekenntnis-Sutra. Durch Rezitation der Namen der 35 Bekenntnis-Buddhas schafft man die karmische Ursache für eine Wiedergeburt in diesen Bereichen (sie sind in der Nyung Nä Praxis enthalten). Das Gleiche gilt für Gebete an Chenresig und die Rezitation seines Mantras Om Mani Padme Hum. Es ist hauptsächlich dafür, um Befreiung und Erleuchtung zu erlangen, aber man schafft damit auch die Ursachen für eine Geburt im reinen Lebensbereich Sukhavati. Dieses Mantra, das sechs Silben hat, ist die Essenz des Dharmakaya aller Buddhas und hat eine sehr starke Wirkung.

Ehrw. Lama Zopa Rinpoche: Ohne Karma kann man keinen Erfolg haben. Ob es heißt, eine Arbeit zu finden oder zur Erleuchtung zu kommen. Man macht viele ermüdenden Anstrengungen, aber ohne Erfolg - oder ohne großen Erfolg. Durch die Rezitation des Mantras wird es unglaublich einfach, Erfolg zu haben. Man entwickelt Mitgefühl für alle Wesen und kann letztendlich unzählige Wesen von Samsara befreien. Die Mantras von Chenrezig zu rezitieren ist das Beste, was man machen kann für den Weltfrieden. Es macht den eigenen Geist friedvoll, ruhig und mehr mitfühlend, selbst wenn man nicht viel Buddhistische Philosophie kennt. Die Nutzen des Mantras sind so unendlich wie das Weltall. Die Rezitation von einem kurzen Chenresig Mantra reinig so viel Karma wie alle vier gebrochenen Hauptmönchsgelübte.

 

Organisatorisches

Das Retreat ist intensive Dharmapraxis und beinhaltet das Nehmen der Mahayana Gelübde, die Rezitation und Meditation des Praxistextes und die Durchführung von Verbeugungen. Alle zwei Tage wird die Praxis zudem erweitert um vollständiges Fasten (Essen und Trinken) und Schweigen.

Am Dienstag, den 26. Dezember wird es einen Einführungsabend geben mit Informationen zum Retreat und Details zum weiteren Verlauf. An dem Abend können auch Fragen zum Retreat besprochen werden.

Aufgrund des begrenzten Platzen vorort, ist die Teilnahme nur für eine begrenzte Anzahl an Personen möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Übernachtungen vorort sind leider nicht möglich.

Frühstück und Mittagessen werden vom Zentrum gestellt und an den Tagen ohne Fasten gemeinsam vorort gegessen.

Das Retreat ist in drei Sessions aufgeteilt. Der Zeitplan ist:

Mittwoch und Freitag (kein Fasten):
1. Session: 5:00 Uhr - 8:00 Uhr
2. Session: 9:00 Uhr - 12:00 Uhr
3. Session: 16:00 Uhr - 19:30 Uhr

Donnerstag und Samstag (mit Fasten):
1. Session: 5:30 Uhr - 8:30 Uhr
2. Session: 10:00 Uhr - 13:00 Uhr
3. Session: 16:00 Uhr - 19:30 Uhr

Sonntag:
letzte Retreat-Session: 5:30 - 9:00 Uhr

Leitung

Das Retreat wird angeleitet von Ehrwürdiger Drolma. Der früheren Direktorin des Aryatara Instituts und langjährige Schülerin von Dagri Rinpoche. Sie hat 2013 Ordination genommen und studiert seither in der Nalanda Monastery das FPMT Master Programm.


Voraussetzungen
Verständnis des Lamrim und den Grundprinzipien des Weges von Entsagung, Mitgefühl und Weisheit. Sowie dem Wunsch Dharmapraxis auszuführen.

Anmeldung
Anmeldung erforderlich
per Email an spc@aryatara.de

Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung

Teilnahmegebühr
Auf Spendenbasis

Termine

  • 26. Dezember 2017:  19:00 Uhr - 21:00 Uhr
  • 27. Dezember 2017:  05:00 Uhr - 19:30 Uhr
  • 27. Dezember 2017:  05:30 Uhr - 19:30 Uhr
  • 29. Dezember 2017:  05:00 Uhr - 19:30 Uhr
  • 30. Dezember 2017:  05:30 Uhr - 19:30 Uhr
  • 31. Dezember 2017:  05:30 Uhr - 09:00 Uhr

 



 

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